Heilklima-Wandern auf speziell ausgemessenen und bewerteten Wegen

Das gesunde Klima kann man auf verschiedene Arten genießen und nutzen - die wirksamste ist die Heilklima-Wanderung: In Kombination mit Bewegung setzt man sich gezielt mit den Klimareizen auseinander,  

  • indem man die gesundheitsfördernden Bedingungen nutzt,
  • gleichzeitig aber mögliche atmosphärische Belastungen vermeidet.  

Durch das Gehen im Gelände werden Ausdauer und Koordinationsfähigkeit trainiert; die sich ständig ändernden Klimareize stärken die Adaptationsmechanismen im allgemeinen, und leichte Kältereize fördern die Abhärtung im speziellen. So wird die Leistungsfähigkeit erhalten oder sogar gesteigert.

Unterstützt durch das Landschaftserlebnis kommt es zudem zu positiven psychologischen Effekten:

Das Selbstbewusstsein wird gesteigert, Lebensfreude und Stresstoleranz werden erhöht.  

So lässt sich das Heilklima-Wandern sowohl im Bereich der Prävention als auch der Rehabilitation einsetzen. Besonders bei Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen, aber auch bei anderen chronischen Krankheiten ist eine Besserung zu erwarten.

Der reizentwöhnte Mensch sollte, um Überlastungen zu vermeiden, behutsam beginnen; die Klimaexposition kann dann aber schnell gesteigert werden.

Für den optimalen Heilerfolg ist - ähnlich wie bei Medikamenten - auch beim Klima-Wandern die richtige Dosierung ausschlaggebend. Dabei sind drei Größen zu berücksichtigen:

  • Der Weg stellt in Abhängigkeit von seiner Länge und seinen Steigungen unterschiedliche Anforderungen an uns.
  • Das Wetter legt die Bedingungen zur Wärmeabgabe fest. Je nach Temperatur-, Feuchte-, Strahlungs- und Windverhältnissen werden bestimmte Ansprüche an das Thermoregulations- und damit auch an das Herz-Kreislauf-System gestellt.
  • Nicht zuletzt hängt es vom Menschen - also uns selbst - ab, wie sehr wir dabei in Anspruch genommen werden. Unser Alter, Geschlecht, Gewicht und unsere Größe spielen dabei ebenso eine Rolle wie unser Gesundheits- und Fitnesszustand. Letzteres kann bei einer ärztlichen Untersuchung auf dem Fahrradergometer festgestellt werden.  

Unter Berücksichtigung dieser Größen wurden die Wege des Heilklima-Park Hochtaunus vermessen und leistungsphysiologisch sowie bioklimatisch bewertet. So wurde für jeden Weg ermittelt, welche Anforderungen er an den Klima-Wanderer stellt: geringe, mittlere oder hohe.

Auf diese Weise ist ein Netz von Heilklima-Wanderwegen mit einer Gesamtlänge von rund 185 km entstanden, das eine ausgezeichnete Grundlage für das klimatherapeutische Training in fast allen Intensitätsstufen bietet. Von zwölf Eingängen - den Portalen - aus, können Sie zu 34 beschilderten Rundwanderungen starten!


05.09.2010 Quelle: www.heilklima-park.de